Mach was… mit Halloween!

Nachdem ich nun schon seit Längerem die monatlichen „Mach was…“-Aufrufe zum Gemeinschaftsblogprojekt von Die Pö und Herba verfolge, wollte ich nun doch auch mal einen zugehörigen Beitrag verfassen.

Seit letztem Jahr haben mein Partner und ich es uns zur Aufgabe gemacht uns an Halloween abends mit Süßigkeiten vor die Tür zu stellen und auf die umherwandernden Kindergruppen zu warten. (Die Tür zu unserem Haus ist in einem Hinterhof, weswegen die Kinder dort nicht von alleine hinfinden.)

Dieses Jahr wollten wir unsere bloße Anwesenheit durch einen Halloweenkürbis aufpeppen und unsere Wohnung durch einen verschönern. Und ich muss sagen, sogar mit dem ganz billigen Schnitzwerkzeug, was man dafür in allen möglichen Läden bekommt, geht das viel einfacher als erwartet.

Hier also unsere Ergebnisse:

Leider haben wir dieses Jahr fast umsonst draußen gestanden. Bis auf ein paar wenige Kindergruppen in großen Abständen, hat sich der Rest nicht in unsere Straße verirrt.
Aber immerhin hatten wir Spaß beim Kürbis schnitzen 🙂

And If Someone Thinks You’re Plus-Size, Then What?

Genau das! Und ich nehme mich da nicht raus, auch wenn ich versuche mich selbst und in diesem Zuge auch andere mehr zu akzeptieren und wertzuschätzen. Es ist nicht leicht in der heutigen Zeit, aber wenn niemand es überhaupt ernsthaft versucht, kann es auch nicht besser werden.

Painting On Scars

Untitled(Image by Daniela Goulart used under CC license 2.0via)

The tiff between comedienne Amy Schumer and Glamour magazine this week has reached the media coverage level of Big Deal. In an issue featuring plus-size models on its cover, Glamour listed Schumer under “Inspiring Women We Admire” alongside Melissa McCarthy and Adele. Schumer took to Twitter to complain:

I think there’s nothing wrong with being plus size. Beautiful healthy women. Plus size is considered size 16 in America. I go between a size 6 and an 8. @glamourmag put me in their plus size only issue without asking or letting me know and it doesn’t feel right to me. Young girls seeing my body type thinking that is plus size? What are your thoughts? Mine are not cool glamour not glamourous.

The Glamour editors apologized for hurt feelings, while emphasizing their respect for Schumer and that they didn’t…

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On Depression:

Depression ist nicht die Krankheit, sondern ein Symptom. Die Krankheit ist unser westlicher Lebensstil, die Krankheit ist unsere Gesellschaft. Und wir werden alle damit geboren…

MICHAEL GIORGI

I remember how damp the basement apartment felt. Part of me was worried the harsh Ontario winter might even freeze the moisture in the air.

I had decided that I wanted to die, but freezing to death wasn’t how I would do it.

Funny time to be picky, now that I think about it, but it wasn’t the only thing I was being fussy about.

This was the end of my life, after all, and it had become about the finer details for me. Tying up the loose ends.


I had made peace with anyone that I felt I had parted with on less than favourable terms in the past. I said my apologies, my goodbyes, and every last “I love you”.

I made sure I had two notes. One note detailed where I wanted all my things to go once I had left. I reflected even…

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On The Power of Love:

Ich bin eine Zynikerin… denn Zyniker sind doch meist nichts anderes als enttäuschte Romantiker. Ich bin immer wieder tief berührt von solchen „Liebe ist das tollste und wichtigste auf der Welt“-Aussagen ^^

MICHAEL GIORGI

There are 7.4 billion of us on this planet.

Think about that for a moment.

The largest arena in the western world is the Big House in Michigan, and it can hold around 108 000. It should be called the Mad House, because it’s absolute bedlam when it’s packed to capacity.

It’s hard to conceptualise just how many people 108 000 is. Yet over 155 000 newborns came into the world today.

It would take just over 30 million of us to link hands and circle the entire earth once.

And that would only be 0.4% of our population.


Michigan Photo Store Remote camera placement for the „Under the Lights“ game with Michigan and Notre Dame at Michigan Stadium in Ann Arbor, Mich., on September 10, 2011. [Source: http://www.fanthem.com ] So what is it, out of a trillion possible combinations, that brings us together with a single other human; our better half

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Aufwachen oder untergehen?

Eine Frage ist gestellt, auf die man wohl mit bang verhaltenem Atem die Antwort erwarten mag: Frage an die geistige Lebenskraft und Selbstbewußtheit der Deutschen. Ein Volk kann nicht leben aus bloßer Gegenwart, auch der einzelne kann es nicht. Mit seinem Gedächtnis erlischt nicht nur, was dort und damals war, es erlischt seine geistige Gestalt; und es ist ja nur diese, die uns für unsere Umwelt zu Mitbürgern macht. Wir werden leben, im Bewußtsein dessen, was unser ist; oder wir werden als Volk nicht mehr dasein.
(Seite 184 aus: Schiller / Bernt von Heiseler)

In Zeiten von TTIP, CETA und so vielen anderen Problematiken auf der Welt ein meiner Meinung nach passender Anstoß zum Nachdenken. Nicht alles glauben, was die Medien einem vorkauen, sondern hinterfragen, diskutieren und für die Werte UNSERER Gesellschaft einstehen. Konsum und damit verbundene „Werte“ und Verhaltensweisen sollten nicht dauerhaft an oberster Stelle stehen…

What the world needs now: fierce, messy love.

Go the mat for love!

Truth and Cake

fierce messy love

The world is aching and angry and confused right now.

And it’s calling out for more love.

All over my newsfeed are beautiful posts about love and peace. I agree. We need more love. We need more grace. We need to embody the change we want to see in the world.

Here’s the disconnect I’m seeing between the anger out there and the call for peace: we’re making up that love is a passive answer to this kind of tragedy.

It’s not.

Love doesn’t need to be contained in a gentle, quiet box.

Love is not spineless. It’s not all peace and om’s and rising above.

Love has some fire in it.

Love is a messy, beating heart.

Fierce love says, “I love you fellow human being, and I’m willing to go to the mat for the potential I see in you.”

When we are isolated and sick and lonely…

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Stöckchen zum Nachdenken

Bei Die Pö hab ich ein ganz tolles Stöckchen gefunden und als kleines Spielkind bleibt mir natürlich gar nichts anderes übrig, als es mir zu schnappen und genauer anzuschauen.
Es geht darum zu 10 Statements seine eigene Aussage zu treffen. Den Anfang nahm das Stöckchen bei Julusch.

Die Spielregeln:

  • Jeder darf sich dieses Stöckchen greifen, damit spielen, darüber nachdenken, und wenn man mag, auch gerne seine Gedanken mit mir teilen.
  • Willst du etwas dazu sagen? Dann kannst du es gerne im Kommentarfeld machen. Dafür musst du dich nicht anmelden, und kannst anonym bleiben.
  • Wenn du Blogger bist, antworte auch gerne bei dir “zuhause”. Aber verlinke mich bitte, damit ich deine Antwort sehe.

Die Aussagen:

  1. Ich muss perfekt sein.
  2. Mein Leben ist härter, als das der anderen.
  3. Wenn ich es ignoriere, dann wird es weggehen.
  4. Ich bin zu jung oder ich bin zu alt.
  5. Ich bin einfach nicht der glückliche Typ.
  6. Ich verurteile keine Menschen
  7. Wenn ich meinem Herzen folge, wird alles gut werden.
  8. Ich habe keine Wahl.
  9. Mein Wert wird durch meine Arbeit bestimmt.
  10. Die Anderen sind einfach besser.

 

Meine Antworten:

Ich muss perfekt sein.
Klar, was auch immer perfekt ist, man will es auf jeden Fall sein. Das Ziel ist dabei doch egal, aber man weiß immer, dass man es auf keinen Fall erreicht hat ^^‘

Eine verdammt lange Zeit war genau das (wie bei so vielen anderen) immer im Hinterkopf, auch wenn man es vielleicht nicht unbedingt „perfekt sein“ nennt.
Man ist vielleicht einfach anders und genau dieses Anders-sein ist es eigentlich, was uns zu etwas besonderem macht. Aber es wird einem eben das ganze Leben lang versucht einzureden, dass es schlecht ist, wenn man aus der Reihe tanzt, dass man ein gewisses Aussehen haben muss, bestimmte Ziele verfolgen und bestimmte Ansichten teilen muss. Ansonsten wird man eben niemals perfekt sein.

Seit einiger Zeit ist mir eben selbst klar geworden, dass ich nicht „perfekt“ sein kann und das auch gar nicht muss und eigentlich auch nicht will. Warum sollte ich den Normen einer Gesellschaft entsprechen wollen, die mir doch eigentlich mit ihren Ansichten und Handlungsweisen gehörig gegen den Strich geht? Also versuche ich genau das an mir selbst zu lieben, was mich vielleicht für andere zur Außenseiterin macht, manchmal mit mehr, manchmal mit weniger gutem Erfolg. Aber mit der Zeit wird es besser 🙂

Mein Leben ist härter, als das der anderen.
Mal so, mal so. Was soll man anderes dazu sagen? So ziemlich jeder hat seine eigenen Päckchen zu tragen und jeder empfindet sie auch mit den unterschiedlichen eigenen Voraussetzungen/Grundlagen als anders schwer/hart. Vielleicht empfinde ich, dass der Obdachlose, der jeden Tag am selben Platz sitzt, ein richtig hartes Leben hat. Dabei ist für ihn dieses Leben vielleicht eine bewusste Wahl und auch wenn es anstrengend ist, empfindet er es nicht wirklich als „hart“ in diesem Sinne.
Ich hab gewiss das Ein oder Andere durchgemacht, bei dem andere mit großen betroffenen Augen „Oh Gott, wie hart!“ sagen würden, aber ich habe wahrscheinlich schon weitaus häufiger selbst auf diese Weise dagesessen und andere so angeschaut.

Wenn ich es ignoriere, dann wird es weggehen.
In manchen Situation wähle ich tatsächlich diese Methode, um damit umzugehen. Manchmal bei Dingen, bei denen ich einfach weiß, dass es keinen Wert hat viel Energie darauf zu verschwenden. Aber manchmal eben auch bei Sachen, mit denen ich mich einfach nicht auseinandersetzen will, obwohl es wichtig wäre. Dann kann es natürlich auch schon richtig unangenehm werden, wenn es einen dann doch einholt.

Dinge, die nur zeitweise auftreten und bei denen man sich relativ sicher sein kann, dass sie auch von alleine wieder verschwinden, da kann man auch mal einfach ignorieren. Aber bei wichtigen, wenn auch unangenehmen, Dingen, um die man sich ohnehin kümmern muss auf lange Sicht, sollte man davon absehen es zu lange zu ignorieren. Es kann dabei so leicht passieren, dass das Problem damit größer wird, als es gewesen wäre, wenn man sich gleich damit befasst hätte.

Ich bin zu jung oder ich bin zu alt.
Hier würde ich ganz klar nach der Devise gehen „Man ist nur so alt, wie man sich fühlt“. Wenn einem körperliche/gesundheitliche Dinge im Weg stehen, dann ist das eine andere Sache. Aber ich glaube nicht, dass man irgendwann zu alt ist, um mit dem Karussell zu fahren oder mit den Nichten/Neffen etc. auf dem Boden rumzukriechen, um Feuerwehr zu spielen oder Ähnliches.

Zu jung… na ja, es gibt natürlich gesetzliche Grenzen, an die sich im Normalfall gehalten werden sollte. Zumal man sich in jungen Jahren ja gerne schon für Sachen „alt und reif genug fühlt“, von denen man aber eigentlich gar keine richtige Vorstellung (aufgrund des Alters) besitzt.
Ansonsten wüsste ich zumindest momentan nichts, wofür ich mich persönlich als zu jung einstufen würde.

Ich bin einfach nicht der glückliche Typ.
Ich finde so pauschal zu sagen, dass man für irgendeinen Gemütszustand „nicht der Typ ist“… Das hört sich wie eine bewusste Entscheidung an, sich vom Glücklichsein abzuwenden und sich einfach auf alles Negative zu konzentrieren. Irgendwo ist Glücklichsein eben auch eine Entscheidung, die man bewusst treffen kann.
Ich bin selbst häufig nachdenklich und auch mal richtig niedergeschlagen und depressiv. Aber ich lache genauso für mein Leben gern, teilweise auch über den flachsten Müll, aber ich tue es gern.
Ich denke, dass jeder Mensch der Typ „zum Glücklichsein“ sein kann. Aber man kann sich eben auch für das Gegenteil entscheiden und dann so tun, als hätte man keine andere Wahl mehr. Ich denke allerdings, dass man die Wahl immer hat, egal in welchem Lebensabschnitt man sich gerade befindet.

Ich verurteile keine Menschen.
Das würde ich wirklich richtig gern von mir behaupten.
Ich versuche auch tatsächlich andere Menschen möglichst wenig zu verurteilen, besonders wenn ich sie wenig bis gar nicht kenne. Aber manchmal ist einfach ein erster Eindruck durch eine Begebenheit oder eine Information, die man über diese Person im Vorfeld erhält, durch die sich ein gewisses Bild aufdrängt und mit den richtigen Anstößen wird das dann gerne zu einem festen Vorurteil. Und die andere Person weiß mitunter absolut nichts von seinem „Glück“.
Solche Vorurteile können eben ganz schnell auch Möglichkeiten bei zwischenmenschlichen Beziehungen schmälern oder solche aufzeigen, die gar nicht da sind.

Gerade in den letzten Jahren versuche ich mir deswegen aktives „Tatsachen austauschen“ (sprich Lästern) zu verkneifen oder mir zumindest keine feste Meinung über Menschen auf solchen Grundlagen aufzubauen. Ich will die Menschen einfach lieber unvoreingenommen auf mich zukommen lassen, was manchmal auch gar nicht so einfach ist, wie es sich anhört.

Wenn ich meinem Herzen folge, wird alles gut werden.
Oder du fällst halt auf die Schnauze, wie so viele Male vorher, sammelst neue Kraft, stehst wieder auf und folgst deinem Weg weiter.

Ich bin eigentlich ein romantischer Mensch, leider nach einigen Enttäuschungen in dieser Hinsicht eher zynisch geworden. Aber irgendwo bleibt diese vielleicht etwas naive Ansicht auf das Leben, dass man seinem Herzen folgen soll, bei mir hängen. Ich kann mir einfach gar nicht wirklich vorstellen, dass reine Kopfentscheidungen wirklich ein Ergebnis bringen können, dass einen auf Dauer glücklich macht.

Wobei man dazu vielleicht sagen sollte, dass man manchmal auch lieber drei-, viermal beim eigenen Herzen zuhören sollte und eventuell sogar aktiv hinterfragen muss, ob es wirklich das ist, was man möchte. Oder ob gerade andere Umstände die eigenen Wünsche etc. verwässert.

Ich habe keine Wahl.
Ich denke, dass man die eigentlich immer hat. Die andere Möglichkeit den Weg zu gehen, mag einem nicht gefallen oder absolut abwegig erscheinen. Aber das heißt nicht, dass es die Möglichkeit nicht gibt.

Mein Wert wird durch meine Arbeit bestimmt.
Hab ich noch nie so gesehen und ich kann es auch nicht wirklich nachvollziehen, wenn Menschen diese Meinung haben. So z.B. eine Putzfrau aus Prinzip nicht grüßen, weil sie im Büro tätig sind.
Für mich ist Arbeit der Mittel zum Zweck, um mein Leben zu finanzieren. Dass manche nicht die notwendige Ausbildung besitzen, um eine besser bezahlte Arbeit anzunehmen, ist für mich kein Kriterium, welches etwas über ihren Wert als Mensch aussagt. Jeder Mensch kann sich als Vollidiot herausstellen, ob er nun 500 € oder 3000 € im Monat verdient. Ob er nun Putzkraft ist oder Leiter einer Filiale irgendeines Großkonzerns.

Die Anderen sind einfach besser.
Genau wie die Aussage „Ich muss perfekt sein“, steht das bei mir heute leider noch viel zu häufig als Tagesmotto auf dem Plan. Wenigstens nicht mehr als Lebensmotto, früher war das nämlich sowas wie mein ständiges Mantra. Auf Dauer extrem anstrengend, wobei man das erst richtig merkt, wenn man sich Mühe gibt, eine andere Haltung anzunehmen.
Es gibt immer Dinge, in denen andere vermeindlich besser sind, aber genauso ist es eben auch umgekehrt. Und bei vielen Sachen ist es eben auch schlicht und einfach Ansichtssache (zum Beispiel beim großen Thema Aussehen).
Außerdem kann man es auch in manchen Situationen versuchen als Ansporn zu sehen. Es gibt genug Dinge, in die man sich reinhängen und dadurch besser werden kann.

 

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr gerne eure Meinungen zu meinem Stöckchen da lassen oder das Stöckchen selbst zu euch nehmen. Ich würde mich auf jeden Fall über Kommentare freuen.

On The Things We Want:

Was will man wirklich im Leben?

MICHAEL GIORGI

Another year has gone by, and another birthday arrives to remind me. It’s funny to think how much things have changed since we were children. The world used to stop for our birthday. We were kings and queens for twenty four hours every year. I remember my twin sister and I would start counting down the days as soon as October came around. It was always the most exciting part of the year.

Then, slowly, birthdays became less exciting. The countdowns started later, and the parties became less extravagant. Eventually, we stopped caring. Some of us have started to dread the day we turn another year older.

For me, birthdays have become routine. It always involves a little bit of cake, some close friends, some family, and too many vodka shots. Lately, birthdays have been followed by a day or two of recovery (in bed, with Netflix)…

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Ein Märchen für alle, die anders sind, oder es noch werden wollen

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Lange nichts geschrieben, dafür gibt es jetzt eine Rezension von mir. Ich bin auf dem Buchportal lovelybooks.de angemeldet und habe dort an einer Leserunde teilgenommen. Das Buch „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ habe ich dabei geschenkt bekommen und es wurden in diesem Zuge einige Aufgaben gestellt, die man bearbeiten sollte. Unter anderem sollte eben auch eine Rezension geschrieben und auf verschiedenen Seiten geteilt werden. Aus diesem Grund kommt ihr nun ebenfalls in den (fragwürdigen 😉 ) Genuß meiner Buchbesprechung.

Klappentext/Inhalt
Klappentext: Oma ist 77, Ärztin, Chaotin und treibt die Nachbarn in den Wahnsinn. Elsa ist 7, liebt Wikipedia und Superhelden und hat nur einen einzigen Freund: nämlich Oma. In Omas Märchen erlebt Elsa die aufregendsten Abenteuer. Bis Oma sie eines Tages auf die größte Suche ihres Lebens schickt – und zwar in der wirklichen Welt
Inhalt: Die Geschichte wird aus Sicht der 7-jährigen Elsa geschildert, die etwas anders ist als andere Kinder ihres Alters. Sie ist erstaunlich intelligent, wodurch sie gepaart mit der Einfachheit, in der Kinder nun mal häufig Dinge wahrnehmen, die Erwachsenen immer wieder durch ihre den Punkt treffenden Kommentare überrascht. Aber genau das ist es auch, was sie bei anderen Kindern zur Außenseiterin werden lässt, was sogar dazu führt, dass sie regelmäßig gejagt und verletzt wird. Die einzige Person, die ihr hundertprozentig beisteht und immer für sie da ist, ist ihre Oma.
Elsas Oma macht ihre Kindheit zu etwas ganz besonderem, da sie häufig mit äußerst unkonventionellen Mitteln Elsa von ihrer „Andersartigkeit“ ablenken bzw. sie dazu bringen will diese zu umarmen. Dabei verstrickt sie vieles mit dem Erzählen von Märchen über das Land-Fast-Noch-Wach und seine Königreiche und häufig werden daraus Schatzsuchen, bei denen Elsa immer die Heldin ist.
Die beiden wohnen in einem großen Haus, in dem Elsas Mutter mit ihrem Freund und noch sieben (oder auch acht) weitere Mietparteien untergebracht sind. Jede für sich genommen, ist auf eine eigene Art und Weise besonders und alle Bewohner sind tief mit der letzten, großen Schatzsuche verstrickt, auf die Elsa von ihrer Oma geschickt wird. Eine Schatzsuche, die viel Aufregendes, Lustiges, aber auch Trauriges für Elsa (und ihre Mitmenschen) bereithalten wird.

Quelle: static1.squarespace.com

Quelle: static1.squarespace.com

Zum Cover
Vor allem durch das Reinlesen in die Leseprobe, hat mir das Cover bereits vor dem eigentlich „Loslesen“ schon sehr gut gefallen. Es passt meiner Meinung nach vom Stil der Zeichnung und irgendwie auch von der Schrift her prima zu Schreibstil, Charakteren und Story. Allerdings würde ich sagen, dass ich es in der Buchhandlung oder Stöbern im Netz schnell für ein Kinderbuch hätte halten können, sodass ich es möglicherweise gar nicht weiter beachtet hätte. Der Titel hilft da ja leider auch nicht wirklich.
Aber alles in allem finde ich das Cover sehr stimmig und es lässt eine Reise eines entschlossenen jungen Mädchens erwarten (durch die entschlossene Körperhaltung und den offenen Weg vor ihr).

Meine Erwartungen an das Buch
Ich habe „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ von Fredrik Backman über das Portal Lovelybooks im Zuge einer Leserunde gewonnen. Ich hatte mich überhaupt erst für die Leserunde beworben, nachdem ich die XXL-Leseprobe durch hatte und auch wirklich sagen konnte „Ja, das interessiert mich“. Die Leseprobe (und damit auch die ersten Kapitel des Buches) bieten einen ersten Einblick in das fröhliche Durcheinander der Geschichte. Man wird hier schon einige Male richtig zum Lachen gebracht, weswegen ich mich auf ein turbulentes Abenteuer mit interessanten Charakteren gefreut habe, welches mich besonders humoristisch sehr gut unterhält. Allein die Leseprobe hatte bei mir auf jeden Fall den Effekt, dass ich die noch recht oberflächlich (aber dadurch nicht weniger amüsant) dargestellten Charaktere, besser kennenlernen und ihre Geschichten (genauer) erfahren wollte.

Meine Meinung
„Nur Menschen, die anders sind, verändern die Welt, wer normal ist, bewegt kein Fünkchen.“ (S. 109, Zitat der Oma)
Ein Zitat der Oma aus dem Buch, welches meiner Meinung nach die Grundschwingungen dieses Buches sehr gut widerspiegelt. Denn in dieser Geschichte ist es schwierig ein Charakter zu finden, der nicht auf die ein oder andere Art und Weise anders/besonders/einzigartig/auffallend etc. ist. Dabei bleiben sie aber allesamt noch recht realistisch und wirken manchmal einfach etwas überspitzt, aber trotzdem glaubhaft dargestellt. Die einzelnen Charakterzeichnungen sind dem Autor einfach richtig gut gelungen und er schafft es damit spielend, dass man die einen ins Herz schließt, gegen andere tiefe Antipathien entwickelt und vor allem mit jedem in den verschiedensten Situation mitfühlen kann.

Man lernt gleich schon zu Anfang der Geschichte die Hauptcharaktere kennen und (in meinem Fall) auch gleich lieben. Erstmal natürlich die etwas andere Siebenjährige, die auf alles einen äußerst interessanten Blickwinkel wirft und die Oma, die mit ihren durchgeknallten Aktionen gleich für sich einnimmt. Ich wollte sofort mehr von dieser wunderbar liebevollen Beziehung von Enkelin und Oma erfahren und miterleben, auch wenn dort schon angedeutet wird, dass das Leben sich bald auf die härteste Art und Weise einmischen wird.

Die Geschichte wird aus Elsas Sicht erzählt und auch der Schreibstil ist dabei einer 7-Jährigen angepasst worden. Dieser Schreibstil hat für mich sehr gut zur Erzählweise und Geschichte gepasst und hat mir nach wenigen Kapiteln (zum Eingewöhnen) auch geholfen mich noch besser in Elsa und ihre Sicht der Dinge hineinzufinden. Auch schafft der Autor es dadurch (unter anderem die trockene Art und Weise, mit der manche Dinge kommentiert werden) witzige Situation häufig noch um einiges amüsanter werden zu lassen. Aber auch die weniger schönen Szenen wurden wunderbar mitreißend dargestellt und haben (zumindest bei mir) mehr als einmal definitiven Tränendrüsen-Faktor hinzugefügt.

Ein weiteres stilistisches Mittel des Autors ist es, dass Oma Elsa sehr viele Märchen erzählt hat und diese mit verschiedensten Möglichkeiten mit der eigentlichen Geschichte und den Charakteren verwebt werden, sodass die Geschichte selbst zu einer Art Märchen wird.
Zum großen Teil hat mir dieses Mittel ebenfalls gefallen. Hier muss ich jedoch sagen (deswegen auch der Stern Abzug), dass ich an manchen Stellen wirklich leichte Schwierigkeiten hatte, mich durch die Märchen zu kämpfen. Sie sind nicht alle von vornherein schlüssig und in meinen Augen manchmal auch etwas zu lang. Die Zeit, die das Buch braucht, bis man erfährt, was man mit den zahlreichen Märchen genau anzufangen hat, ist relativ lang. Vor allem, da sie bereits vorher an mehreren Stellen schon recht dominant werden.

Allerdings bin ich ebenfalls der Meinung, dass es sich mehr als lohnt, wenn man sich durch die manchmal eher verwirrenden Märchenpassagen durchgewurschtelt hat. Denn wenn man eigentlich schon denkt, dass man die Geschichte ganz gut eingrenzen kann und etwa weiß, was los ist, schafft sie es den Leser komplett zu überraschen.
Diese Wendung, die der Autor in der Geschichte vor nimmt und mit der ich absolut nicht gerechnet hätte, hat mir sehr gut gefallen. Meiner Meinung nach hat der Autor dies sehr gut gemacht, da ich dann auch im Nachhinein merkte, dass schon vorher die eine oder andere Sache darauf hingedeutet hat, dass mehr dahinter steckte, als man meinen könnte. Diese Fähigkeit den Leser ein wenig an der Nase rumzuführen, um das Interesse an einer Geschichte dann mit einem Mal noch auf eine ganz andere Weise aufleben zu lassen, gefällt mir besonders gut bei Schriftstellern.

Fazit
Mich hat Fredrik Backman mit seinem Märchen und auch seiner kleinen Hymne ans Anders-sein auf jeden Fall überzeugt. Er hat hier einen humorvollen Roman der etwas anderen Art abgeliefert, der vor allem durch seine ausnahmslos interessanten und toll herausgearbeiteten Charakterdarstellungen und Hintergrundgeschichten besticht. Ein wenig weniger Märchen hätte mir vielleicht besser gefallen, hat das Leseerlebnis für mich aber nur unwesentlich getrübt.

Über den Autor
Fredrik Backmann stammt aus Schweden, wo er 1981 geboren wurde und auch jetzt mit seiner Familie lebt. Er wurde zunächst als Blogger bekannt, bevor er mit seinem ersten Roman „Ein Mann namens Ove“ und nun mit „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ die internationalen Bestsellerlisten stürmte.